Blogger-Leben

Rezension: Ins Nirgendwo, bitte! Zu Fuß durch die mongolische Wildnis.

Rezension Einmal ins Nirgendwo, bitte

Herausforderung Rezension

Ich bin immer nervös, wenn ich mich entscheide eine Rezension zu schreiben. Das hat drei Gründe: 

1. Ich möchte Bücher lesen, die mich interessieren.
Gerade hatte ich ein anderes Buch über eine Reise in die Mongolei beendet und meine Faszination für „Ins Nirgendwo, bitte! Zu Fuß durch die mongolische Wildnis.“ von Franziska Bär war geweckt.

2. Ich möchte die Wahrheit schreiben, ohne den Autor oder die Autorin zu verletzen, denn so ein Buch ist viel Arbeit und der Schreibende erzählt sehr viel von sich.
Nachdem ich die ersten Seiten des Buches gelesen hatte, wusste ich, dass die Wahrheit schreiben einfach sein würde.

3. Als Reisejunkie sind Reisebücher immer gefährlich, denn sie wecken meine Reise-Eifersucht.
Nun, das ist mein Problem – das hat in dieser Rezension weniger zu suchen. Aber in die Mongolei möchte ich trotzdem. Aber first things first.

Worum geht es in dem Buch „Ins Nirgendwo, bitte!“?

Franziska und ihr Freund Felix teilen eine Leidenschaft: das Reisen. Gemeinsam unternehmen sie eine 400 Kilometer Wanderung durch den Westen der Mongolei, an Orte, von denen kaum Karten existieren, und die Reiseplanung und –Vorbereitung zu Hause in Deutschland schon zum Abenteuer werden. 
Sie fliegen in ein Land, dessen Sprache sie nicht sprechen und deren Buchstaben sie nur teilweise entziffern können, auf der Suche nach dem Gefühl von Freiheit. Zu Fuß kämpfen sie sich schwer bepackt Berge hoch, campen unterm Sternenhimmel, haben schöne, seltsame und verwunderliche Begegnungen mit Nomaden, erleben Hilfsbereitschaft, wachsen als Paar enger zusammen und lassen sich weder von eiskalten Flüssen noch von Erschöpfung und Krankheit stoppen. Die Reise ist nicht nur eine körperliche Herausforderung sondern auch ein Test für die Beziehung der beiden. 

Der Leser trägt mit!

Franziska Bär schreibt so, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann und unbedingt wissen möchte, was auf den Folgeseiten passiert. Ich sitze förmlich mit Franziska und Felix in dem 13qm WG-Zimmer und frage mich mit ihnen, wie sie nur all die Gewichte transportieren sollen, welche Ausrüstungsgegenstände sie wirklich brauchen, was nicht wichtig ist und ob sie genug Wasser und Lebensmittel haben werden. Ich spüre die Rucksackgewichte auf meinen Schultern bei den ersten Schritten der Wanderung, fühle wie der Wind weht und wie die unendliche Weite der Mongolei wirkt, wenn man endlich unterwegs ist. 

Die Parallel-Reise: Das beste Team der Welt

Franziska nimmt den Leser auf eine zweite Reise mit, bei der sie erzählt, wie es eigentlich ist, wenn man mit seinem Partner reist, weit weg von aller Zivilisation, wenn es keine Pause von dem anderen gibt sondern man auf den anderen angewiesen ist, auch wenn man vielleicht ein wenig allein wäre, mehr Raum hätte, weil das Zelt nur 3qm groß ist und man Tag und Nacht neben einander herläuft. Schaffen die beiden es, das beste Team der Welt zu werden?

Mein Fazit: Mehr!

Es macht viel Freude, dass Buch zu lesen, weil man als Leser von der Reisevorbereitung bis zum Ende der Reise ganz nah dabei ist. Innerhalb einer Woche hatte ich das Buch förmlich inhaliert.
Von einem Kapitel zum nächsten musste ich manchmal kurz innehalten um zu verstehen, wo es nach den letzten Zeilen im vorhergehenden Kapitel weiter geht. Aber als das Buch endete wünschte ich mir mehr zu lesen, vor allem weil Franziska und Felix ihre Reise nach dem Abenteuer Mongolei fortsetzen.
So wie es Franziska und Felix bedauerlich empfanden, nicht alle Gepflogenheiten ihrer Gastgeber zu verstehen, wünschte ich mir als Leser noch mehr über das Land, die Geschichte und das Leben in der Mongolei zu erfahren. „Ins Nirgendwo, bitte!“ macht Lust auf mehr, auf mehr Reisen, auf mehr Wandern und darauf, mehr über die Mongolei und ihre Menschen zu erfahren.

Für wen ist „Ins Nirgendwo, bitte!“ besonders lesenswert?

  • Für Freunde von Reisebüchern und Reiseberichten
  • Für die, die es in die Mongolei zieht
  • Für die, die nach ungewöhnlichen Abenteuern suchen
  • Für die, die gern wandern
  • Für Paare, die das erste Mal länger zusammen verreisen wollen
  • Für Eltern, die sich fragen, warum es ihre Kinder immer um die halbe Welt weit weg von zu Hause zieht
  • Für die, die sich unsicher sind, ob eine lange Reise eine gute Idee ist (Ja, es ist eine gute Idee ;  ).

Ich bin gespannt, wo es die beiden als nächstes hin verschlägt, denn es war garantiert nicht das letzte große Abenteuer, was sie zu zweit gemeistert haben.
Wenn du auch mehr über Franziska und Felix erfahren möchtest, dann schau auf der Homepage oder bei Facebook vorbei.

Hier gibt es: Einmal ins Nirgendwo, bitte! Zu Fuß durch die mongolische Wildnis von Franziska Bär.
Erschienen 2019 bei Conbook.
283 Seiten

Weitere spannende, unterhaltsame und bewegende Bücher über das Reisen findest du in Reisebücher: Für das Fernweh zu Hause. Für Surfer gibt es Tipps in Surfbücher: Für die Sehnsucht nach Wellen.

About the author

Anica

Hallo und willkommen auf just-not-enough-time. Ich bin Anica und teile hier meine Reiseerfahrungen und –empfehlungen.
Seit über 15 Jahren backpacke ich durch die Welt und es ist kein Ende in Sicht.
Wenn ich nicht reisen kann, dann probiere ich neue Dinge aus und schreibe darüber.

Add Comment

Click here to post a comment

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: