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Schönwetter-Surfen am Playa Encuentro

Wellen Playa Encuentro
Playa Encuentro

Aufstehen, Zähne putzen, Bikini anziehen, Surfshorts einpacken, eine Schicht Sonnencreme LSF 50 auftragen, Moskitospray drüber, los geht’s.

Es ist kurz nach 8, es bleiben ein paar Minuten für Kaffee und dann geht es zum Surfen, zum Playa Encuentro. Es fällt mir nicht schwer jeden Tag vor 8 aufzustehen. Die Aussichten auf 28 Grad Wasser und einen traumhaften Strand sind zu verlockend: Brett, Wasser, Wellen und ein Perspektivwechsel auf die Welt.

Abfahrt

Der weiße Van fährt pünktlich 8:30 Uhr vom Camp ab, sammelt unterwegs weitere Surfwillige ein – mal sind wir drei Leute, mal ist der Van vollbesetzt mit zwölf Personen. In der Hochsaison fahren drei der kleinen Busse zum Strand, in der Nebensaison ist es überschaulicher.

Nach knapp zehn Minuten Fahrt hält der Wagen an der Surfschule und zur Begrüßung kommen die Surflehrer an die Autotür. „Que lo que?“ und einen komplizierten Handshake später wandert der Blick direkt aufs Wasser: Wie sind die Wellen heute? Wie ist das Wasser?

Strand, Wasser und Himmel sehen jeden Tag anders aus, besonders schön, wenn sich Wolken am Himmel türmen. Das Blau des Meeres strahlt in den schönsten Blau- und Türkistönen, die Luft ist warm und im Line-Up schaukeln seit 7 Uhr Surfer auf ihren Boards. T-Shirt aus, Surf-Shorts und Lycra an. Es ist kurz vor 9 und 30 Grad.

„Für einen 47jährigen seh’ ich doch ganz gut aus“, sagt er. Und ich brauch garnicht hinzusehen, um zu wissen, wer die Frage stellt und dass ich sie mit „ja“ und „47?! Würde man garnicht denken!“ beantworte. Sonnengebräunte Haut, grün-blaue Augen und durchtrainiert – Surflehrer Antonio steht neben mir und macht sich startklar. Er ist seit über 20 Jahren in der Dominikanischen Republik und fast genauso lang bringt er den Reisenden das Wellenreiten und Kiten bei: auf deutsch, spanisch, englisch, italienisch und französisch.

Warm-Up first

Bevor er uns ins Wasser schickt übernimmt er meist persönlich das Warm-Up, eine Mischung aus Yoga-Elementen, Dehnungsübungen und natürlich dem obligatorischen Take-off-Training.

Zehn Minuten später stehen wir mit den Brettern unterm Arm und den „orthopädischen“ Surfschuhen an den Füßen vorm Wasser. Leider sind ein paar Steine auf dem Meeresboden, die Booties nötig machen – zumindest für die Anfänger und die, die sich die Knochen in den Füßen in den unmöglichsten Situationen brechen.

Die Anfänger gehen mit Antonio oder Surflehrer Victorius ins Weißwasser, die Erfahreneren paddeln raus ins Line-Up, je nach Wellenhöhe mit oder ohne Surflehrer.

Antonio und Victorius stehen bis zum Hals im Wasser, den Blick auf den Horizont gerichtet, eine Hand am Brett des Schülers. Wenn die passende Welle anrollt schieben sie die Boards an, so dass die Beginner ausreichend Schwung haben und schnell den Take-Off im Wasser lernen – und die meisten haben Erfolg an Tag 1: sie stehen auf dem Brett, auf dem Wasser und surfen ihre erste Welle.

Have a break

Nach 1,5 Stunden steht eine Pause für die Anfänger an, wenn sie nicht völlig erschöpft vom Kampf mit dem Weißwasser früher aufgegeben haben. Zur Regeneration gibt es Wasser, Kaffee, Smoothies und Sandwiches beim kleinen Imbiss mit den genervtesten Mitarbeitern der Welt und den muffigsten Keksen, die manchmal als besondere Füllung Ameisen enthalten. Nach 20 Minuten geht es zurück ins Wasser.

In den grünen Wellen, im Line-up, geht es gemütlicher zu. Die Surfer sitzen oder liegen auf ihren Brettern, schaukeln in den Wellen, hier und da gibt es Small-Talk bevor plötzlich einige die Richtung ihrer Boards ändern und paddeln um die ankommende Welle zu surfen. Dann geht es paddelnd zurück ins Line-Up und das Spiel startet von vorn bis die Wellen abflachen oder die Kraft nachlässt.

Nach drei Stunden steht der weiße Van wieder vor der Surfschule und es geht zurück ins Camp. Am nächsten Tag wird sich das Spiel wiederholen, mit dem Unterschied, dass die meisten am zweiten Tag Schmerzen in Armen und Nacken vom Muskelkater haben, blaue Flecken an Knien und Beinen und Druckflecken an Rippenbogen und Hüftknochen. Aber das stoppt niemanden, denn ein paar Tage später, kann es bereits so aussehen…

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Surferfolg

About the author

Anica

Hallo und willkommen auf just-not-enough-time. Ich bin Anica und teile hier meine Reiseerfahrungen und –empfehlungen.
Seit über 15 Jahren backpacke ich durch die Welt und es ist kein Ende in Sicht.
Wenn ich nicht reisen kann, dann probiere ich neue Dinge aus und schreibe darüber.

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