Last Minute auf die Kapverden
Es ist fast Oktober. Es ist kalt. Es ist grau. Ich habe frei, L’Tur bietet ein unfassbares Super-Last-Minute-Flugangebot. Es geht für 192€ auf die Kapverden, denn das stand seit langer Zeit auf meiner Liste: Sonne, 30 Grad, Wasser 27 Grad, Wellen und ein Surfcamp.
Sal – Wo ist das denn nun schon wieder?
Der Name klingt vertraut, so als wäre es ganz in der Nähe, ist aber von Deutschland 6,5 Flugstunden entfernt, in Afrika. Für mich und meinen Gabelflug ab Amsterdam heißt das eine Nacht im Bus, Frühstück mit Anna in Amsterdam und dann Abflug. Sonntag gesehen, Montagmorgen gebucht, Montagnacht im Bus, Dienstagabend auf den Kapverden – 500km westlich vom Senegal und ca. 3000km südwestlich von Portugal. Schwimmt man von den Kapverden Richtung Westen, kommt man in der Karibik an. Und so ist Sal am Strand karibisch und im Hinterland wüstenähnlich.
Warum nur eine Woche auf Sal?
Sal, eine von zehn Inseln, die zu den Kapverden gehört, ist winzig. Sie umfasst eine Fläche von gerade einmal 12 mal 30 Kilometern. Der größte und belebteste Ort ist das gemütliche Santa Maria, mit derzeit 20.000 Einwohnern, und im Ortskern mit dem Charme eines Fischerdorfes.
In fast jeder Straße wird derzeit etwas gebaut – im Hinterland Wohnhäuser, im Stadtzentrum entstehen neue Shoppinggebäude, für die wachsende Zahl der Touristen. Trotzdem wirkt Santa Maria gemütlich, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Straßen gepflastert und nicht geteert sind.
Hauptreisezeit auf Sal
Die Saison beginnt Mitte Oktober und endet im Mai. Wer in der Nebensaison nach Santa Maria reist, wird ein verschlafenes kleines Städtchen vorfinden, in dem einige Cafés und Restaurants geschlossen sind und das größte Problem ist, dass man auf den Genuss des Caipirinha-Sorbets verzichten muss, weil das Bistro Londres erst Mitte Oktober öffnet.
Alles mit Wasser
Neben den Wassersportaktivitäten wie Tauchen, Segeln, Windsurfen, Wellenreiten, Kiten, Schnorcheln, Fischen und Stand-Up-Paddeling sind die Tagesbeschäftigungen begrenzt. Je nach Jahreszeit kann man den Schildkröten beim Eierlegen zusehen oder später die Jungen schlüpfen sehen.
Für eine Tour zu allen Attraktionen der Insel benötigt man lediglich einen Tag. Mit anderen Worten: es ist der perfekte Ort zum entspannen, für Wassersport und für eine kurze Auszeit vom Winter. Oder für eine Auszeit generell, denn das ganze Jahr über ist es warm. Wem es zu langweilig wird, der kann auf eine der Nachbarinseln fliegen – sei es als Tagesausflug oder selbstorganisiert für längere Zeit. Die Nachbarinseln unterscheiden sich in Landschaft und Vegetation von Sal.
Sicherheit
Generell ist es tagsüber sicher. Da ich aber am Rand von Santa Maria wohnte, wird mir empfohlen nachts ein Taxi zu nehmen. Wo man tagsüber nur vereinzelt Leute auf der Straße sieht, ist nach 23 Uhr außerhalb des Zentrums niemand mehr auf den Straßen unterwegs.
Allein Ausgehen auf Sal
Das Nachtleben in Santa Maria verteilt sich auf ein paar Bars und Cafés, von denen z.B. Buddy’s Bar und das Café del Mar jeden Abend live Musik bieten. Dort kann man sich entspannt hinsetzen, den kapverdianischen und internationalen Klängen lauschen, einen Grog probieren oder sich bei Buddy’s durch die umfassende Gin- und Rumkarte trinken. Ab und zu gesellt sich jemand dazu. Wer tanzen will, geht später in den Pub Calama. So oder so gilt immer das Inselmotto: „No Stress“.
Fazit – Lohnt sich eine Reise nach Sal?
Santa Maria auf Sal ist der perfekte Ort für eine kurze Auszeit, für Wassersport, für Entspannung und eine Pause von allem, mit dem Gefühl irgendwo am Ende der Welt angekommen zu sein.
Mehr zu den Ausflügen und Aktivitäten auf Sal findest du in dem Beitrag „Sal – viel mehr als nur im Salzsee schweben„. Informationen zu den Kosten auf Sal habe ich im Beitrag „Budget und Preise auf Sal, Kapverden“ zusammengestellt.
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