Packliste Tansania

Ausrüstung Kilimandscharo: Kleidung

Die schönsten Orte der Welt Kilimandscharo
Seine Majestät, der Kilimandscharo

Packliste Klimandscharo: Kleidung

Was gehört zwingend in die Packliste für den Kilimandscharo und worauf kann man verzichten?
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, dass ich Afrikas höchsten Berg bestiegen habe, aber die Erfahrungen, was man auf dem Berg unbedingt braucht, bleibt aktuell. Auch erinnere ich mich genau daran, wie schwierig die Recherche war – insbesondere weil es meine erste richtige Bergbesteigung war. Bei der Tour wurde mir dann klar, mit welchen einfachen Mitteln man auskommen kann, wenn man sich die Ausrüstung der Guides und Porter ansieht….

Machame im November

Ich bin damals im November über die Machame-Route in 6 Tagen/ 5 Nächten auf den Kili gestiegen. Da im Anschluss an die Besteigung noch zwei weitere Reisemonate vor mir lagen, habe ich meine Ausrüstung insgesamt sehr minimalistisch gehalten und versucht, einiges vor Ort in Tansania auszuleihen.

Man kann vor Ort ausleihen

Im Prinzip kann man alles vor Ort leihen, wie z.B. einen Schlafsack, Wanderstöcke, Isomatte, Handschuhe, Regencape etc. Die Tourenanbieter schöpften damals aus dem Fundus der von Touristen zurückgelassenen Dinge. Man darf das Angebot also nicht mit dem von Globetrotter und Co verwechseln. Mit anderen Worten: es kann sein, dass man zwei unterschiedliche Hikingpoles erhält oder dass die Handschuhe eine Nummer zu groß sind.
Wichtig ist, dass man sich die Leihgegenstände mindestens einen Tag VOR der Tour zeigen lässt, um zu prüfen, ob die Guides das richtige einpacken.

Eine Ausnahme gibt es aber: Wanderschuhe. Die meisten werden sowieso ihre eigenen mitbringen. So oder so sollte man unbedingt vorab eingetragen haben, damit man nicht am ersten Tag gleich lästige Blasen an den Füßen hat.

Kleidung beim Aufstieg

Meine Ausrüstung war minimalistisch und ich habe das meiste explizit für die Kili-Besteigung erworben. Folgende Artikel hatte ich im Gepäck bzw. habe ich vor Ort erhalten.

Tipp: Beim Kauf habe ich immer überlegt, ob ich diese Dinge idealerweise auch für die weitere Reise bzw. in Deutschland nutzen kann, da das meiste sehr teuer ist.

Kilimandscharo Ausrüstung
Den Regenschirm gab es vom Guide.

Für die Beine auf dem Berg

3 Paar Socken
Ich hatte je ein Paar dünne und etwas wärmere Falke-Socken dabei, die ich tagsüber getragen haben. Nachts habe ich Wollsocken angezogen, die ich tagsüber nicht benötigt habe.

 

1 Satz lange Thermounterwäsche
Ab Tag 3 war es aufgrund der Temperaturen Pflicht diese zu tragen. Ich hatte mich für ein Set von Icebreaker aus 260er Merinowolle entschieden und war damit sehr zufrieden. Nachts trug ich zudem eine zweite Fleecehose, die ich vom Tour-Anbieter ausgeliehen habe, da mein Schlafsack nicht ausdrücklich für Minusgrade geeignet war.

1 Lange Hose
Während der Wanderung habe ich eine Hose von Fjallräven Karla 1000 getragen. Diese trocknet schnell, stoppt den Wind und schützt vor Moskitos. Mit Ausnahme des Gipfeltages war die Kombination aus Karla und der Thermounterhose ausreichend.

Außerdem kann man die Beine abnehmen und sie zu Shorts umfunktionieren.

1 Fleecehose
Für den Nachtaufstieg wurde mir empfohlen eine weitere Fleecehose und eine Windstopperhose anzuziehen. Aus meiner Sicht waren 4 Schichten etwas zu viel – 3 hätten genügt. Aber die Guides insistierten.

Keine Regenhose – besser: Gaitors und knielanges Cape
Nur an einem Tag regnete es während des Aufstiegs. Eine Regenhose und ein Regencape hatten die Guides vorsorglich mit in die Ausrüstung gepackt, die ich an besagtem Regentag tragen musste.
Aus meiner Sicht genügt ein Regencape bzw. Regenponcho, dass bis zu den Knien reicht, wenn man über den Schuhen Trekking-Gaitors trägt. Obwohl ich eine Jacke mit 20000er Wassersäule trug, bestanden die Guides auch hier darauf, dass ich mich doppelt schütze und das von ihnen mitgebrachte Regencape nutze.

Schuhe: Wanderstiefel und bequeme Sneaker
Neben den unerlässlichen Hiking-Boots hatte ich ein Paar Nike-Air im Gepäck. Es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man am Ende des Tages die Wunderstiefel ablegt und in bequeme Schuhe schlüpft.

Unterwäsche
Und wie viel Unterwäsche jeder einpackt – nun, dass sei ihr/ihm selbst überlassen.

Für die obere Hälfte

1 Fleecejacke/Fleecehoodie
Ich hattee eine Fleecejacke von Bergans Hareid Lady mit 200er Fleece. In Kombination mit Thermounterwäsche und der warmen Jacke genügte dies.

1 Warme Doppeljacke
Nach langer Recherche habe ich mich für eine Doppeljacke von Marmot bestehend aus Überjacke mit 20.000er Wassersäule und Innenjacke von Marmot entschieden – und war damit sehr zufrieden. Bei der Innenjacke habe ich mich gegen die Fleeceversion entschieden, da ich darunter bereits eine Fleecejacke trug.

2 T-Shirts und 1 Longsleeve – zusätzlich zur Thermounterwäsche
Da die Temperaturen an den ersten Tagen noch sehr angenehm waren, konnte man guten Gewissens ’normale’ Baumwoll-T-Shirts tragen, am Abend kombiniert mit einem Longsleeve.

1 Hoodie
Neben der warmen Fleecejacke hatte ich noch eine ganz normale Baumwoll-Kapuzenjacke dabei, die für die ersten Tage sehr praktisch war.

Ausrüstung Kilimandscharo
Vier Schichten Hosen am Gipfeltag.

Handschuhe, Mütze, kein Schal

Windfeste und wasserdichte Handschuhe und Windstoppermütze
Da ich tendenziell warme Hände habe und kaum Hiking-Poles genutzt habe, hatte ich lediglich ein Paar Windstopperhandschuhe und eine Windstoppermütze im Gepäck.
Bei stärkerem Regen und kälteren Temperaturen wären zusätzlich wasserfeste Handschuhe wichtig gewesen.
Wir hatten aber Glück – es war nicht allzu kalt und es regnete nur an einem Tag.

Schlafen auf dem Kilimandscharo

Schlafsack
Da die Schlafsäcke, die für bis zu -30 Grad und tropische Gefilde geeignet sind, ein riesiges Packvolumen haben, habe ich entschieden, einen Schlafsack beim Touranbieter zu leihen. Zwar stand auf der Homepage, dass sie einen von Northface, geeignet für bis -30Grad im Angebot haben, allerdings hatte ich etwas anderes.
Ich habe den geliehen Schlafsack in Kombination mit meinem Fleece-Inlet genutzt. Zusammen mit diversen Kleidungsschichten und Flasche mit warmen Wasser habe ich nachts nicht gefroren.

Thermarest
Eine Thermarest-Matratze ist aus meiner Sicht ein Muss – eine einfache Isomatte ist zu kalt.
Auch die Themarest kann man vor Ort leihen. Wie gesagt ist es besser vorab zu fragen, ob Deine Agentur die Sachen bereitstellen kann. Noch besser ist es sich diese Dinge vorab anzusehen. Beim Kauf darauf achten, welche Größe die richtige für dich persönlich ist.

Ausrüstung Kilimandscharo
Das wichtigste: Thermarest, Fleecejacke und -unterhose.

Tragen auf dem Kili

Rucksack – mit Hüftgurt und Regenschutz
Ein guter bequemer Tagesrucksack, der auch nach Stunden auf Schultern und Rücken nicht stört, ist unerlässlich. Für den Fall, dass es regnet, sollte er einen Regenschutz haben und unbedingt einen Hüftgurt, so dass die Schultern entlastet werden. Normalerweise trägt man einen Rucksack für kurze Zeit – beim Aufstieg sind es aber jeden Tag 5 bis 6 Stunden. Das macht sich schnell bemerkbar.

Die meiste Ausrüstung wird von den Portern transportiert, man selber trägt ungefähr 5 bis 8 Kilo beim Aufstieg – je nachdem, wie viel Wasser man bei sich führt, wie schwer die Foto-Ausrüstung und wie viel die regenfeste Kleidung wiegt.
Meine Wahl fiel auf den Deuter Airstripes – eigentlich ein Fahrradrucksack. Aber von Größe, Passform und Bequemlichkeit hat dieser mich überzeugt. Und: ich nutze ihn noch Jahre später.

 

Ich hoffe die Aufstellung hilft Dir weiter. Falls aus Deiner Sicht noch etwas wichtiges fehlt – schreib es gern in die Kommentare.

Teil 2 der Klimandscharo-Liste, inklusive Packliste für Technik, Apotheke und Snacks findest Du hier.

 

About the author

Anica

Hallo und willkommen auf just-not-enough-time. Ich bin Anica und teile hier meine Reiseerfahrungen und –empfehlungen.
Seit über 15 Jahren backpacke ich durch die Welt und es ist kein Ende in Sicht.
Wenn ich nicht reisen kann, dann probiere ich neue Dinge aus und schreibe darüber.

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