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Flying Yoga: Das erste Mal Flugstunden

Flying Yoga
Photo by Markus Galic

Mein erstes Mal

Seit langer Zeit fasziniert mich die Vorstellung von „Flying Yoga“, auch Aerial Yoga, Anti-Gravity oder Swing-Yoga genannt. In einem Tuch hängen, alles baumeln lassen und die lästigen Verspannungen loswerden – das ist meine Vorstellung. Und fast genauso ist die Realität, aber nur fast.

Was ist Flying Yoga?

Aerial Yoga ist eine Kombination der klassischen Yoga Figuren, kombiniert mit Elementen aus der Tuch- und Zirkusakrobatik. Es ermöglicht Beginnern Figuren auszuprobieren, die sonst nur von fortgeschrittenen Yogis ausgeübt werden.

Der schönste Vorteil aus meiner Sicht ist die Streckung, Dehnung und Entlastung der Wirbelsäule und das im Hintergrund Musik läuft, ganz „normale“ Musik und nichts esotherisches oder spirituelles. Spaß und Freude an den Übungen spielt eine wichtige Rolle und der Trainer weißt immer wieder darauf hin und sagt: Die Mundwinkel gehen nach oben.

Wie läuft der Kurs ab?

Nachdem ich bestätigen muss, dass ich körperlich fit bin und medizinisch nichts gegen meine Teilnahme einzuwenden ist, werden zuerst die Tücher entsprechend der Körpergröße an Haken in der Decke befestigt und darunter eine Yogamatte platziert.
Es gibt eine kleine Warnung vorab: Das Tuch kann zu Striemen am Körper führen, weil man teilweise sein ganzes Körpergewicht auf wenigen Zentimetern Stoff ablegt.

Fledermauskokon

Die erste Übung findet sofort im Tuch statt. Man setzt sich hinein, wird wie eine Fledermaus in einem Kokon komplett vom Tuch eingehüllt und beginnt mit einigen Atemübungen und einer kurzen Entspannung.
Danach folgt eine Reihe von Yoga-Übungen in Verbindung mit Tuch. Beim herabschauenden Hund wird die Hüfte vom Tuch gehalten, beim Schulterstand ist der Körper mit dem Tuch verwickelt und nur der Kopf hängt frei heraus, so dass die Nackenwirbelsäule aushängen kann. Bei den Kriegerpositionen befindet sich ein Bein im Tuch. Ab und zu sitzt man im Tuch, schaukelt zur Entspannung und fühlt den Dehnungen nach.
Die Zeit verfliegt und nach 40 Minuten gefüllt mit unterschiedlichen Übungen, steht die Abschlussentspannung an. Man liegt nun im Tuch, meditiert oder entspannt, bevor die Stunde endet.

Was sollte man bei einer Stunde Flying Yoga tragen? 
 Ein T-Shirt, das über die Schultern geht. Kein Schmuck, damit die Tücher nicht beschädigt werden. Legging bzw bequeme Hose. Und keine Schuhe oder Socken. Wer hat - eine Yoga-Matte mitbringen.

Seekrankheit

Weil es für den Körper ungewohnt ist, dass das Blut gen Kopf fließt, kann sich gerade bei Anfängern sich nach der ein oder anderen Über-Kopf-Übung das Gefühl von Seekrankheit einstellen. Der feste Boden wirkt wackelig. Daher ist es besonders wichtig, auf die eigenen Empfindungen und Grenzen zu achten und eine Übung lieber früher als zu spät zu beenden.

Fazit

Obwohl ich bei zwei Übungen befürchte, ich könnte aus dem Tuch fallen – was natürlich nicht passiert – möchte ich ein Tuch für meine Wohnung. Und viel Kraft hätte ich auch gern, damit meine Krieger-Figuren nicht aussehen wie eine Kombination aus Schiefer Turm von Pisa und sterbender Schwan.
Trotz des Muskelkaters am folgenden Tag bin ich davon überzeugt, dass das nicht meine letzte Flugstunde war. Ich komme wieder.

Und wer es selbst ausprobieren möchte: Eine Probewoche bei Flying Yogi in Hamburg kostet 20€.

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Anica Richardt

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