Surfen

Rezension: Einfach Surfen.

Einfach Surfen Tom Mattes Rezension

Rezension: Einfach Surfen von Tom Mattes
Vor ein paar Wochen mailte mich Tom an und fragte, ob ich Lust habe sein Buch „Einfach Surfen“ zu lesen und darüber zu schreiben. Die kurze Recherche bei Amazon fasst das Buch so zusammen: „Wellenreiten, Runterkommen. Tom hat sich eine Auszeit genommen, um mal in Ruhe über alles nachzudenken. Wie geht es nach dem Jahr weiter? Ist eine Existenz unter Palmen am Strand auf Dauer realistisch? Oder endet man dann irgendwann als Sonderling ohne Geld, Freunde und Zähne, so dass auch Surfen keinen Spaß mehr macht?“
Auszeiten, surfen, reisen – natürlich habe ich ja gesagt.

Mehr als ‚Einfach Surfen

Ich habe auch zugesagt, weil Tom das Buch im Selbstverlag geschrieben hat und jeder, der versucht ein Buch zu schreiben, weiß wie herausfordernd und nervenaufreibend dieser Prozess ist – um so mehr, wenn man es allein stemmt.
Als ich das Buch in den Händen hielt, dauerte es nur wenige Tage und ich war auf der letzten Seite angekommen und konnte nicht fassen, dass das das Ende war: Wie konnte er nur dort aufhören? Wieso gibt es keinen Epilog? Was passiert mit Max? Wieso ist hier Schluss? Ich hatte Fragen und es gab einfach keine weiteren Seiten mit Antworten. Aber zurück zum Anfang:

Fact and Fiction work as a team

In „Einfach Surfen“ erzählt Tom Mattes von seinen teils wahren, teils erdachten Reiseerlebnissen, bei denen Surfen und Wellen die Kulisse für die großen und kleinen Fragen, für die normalen Reisetage, die schönen Begegnungen mit anderen Menschen und die desaströs-leichtsinnige Entscheidung am Ende bilden. 
Er beginnt die Reise allein in Indien. Auf der Suche nach Antworten auf die Sinnfrage begegnet er Aussteigern, die in einer Parallelwelt leben, für die ein Leben außerhalb oder am Rande der Gesellschaft möglich ist. 
In Sri Lanka begegnet Tom einem zweiten Reise- und Surfbegeisterten, dem Flusssurfer Max. Mit ihm setzt er die Reise in Indonesien fort, wo ein Surfertraum für die beiden in Erfüllung geht.
In Australien knallt es – zwischen den beiden Freunden, mit anderen Surfern, und mit dem Fahrzeug und Kängurus. Am Ende steht eine stürmische Bootsüberführung von Australien nach Singapur, die die Wege der beiden Freunde trennt und den Leser mit einem großen Fragezeichen zurück lässt. 

Eine Geschichte auf vielen Ebenen

Es ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen jungen Männern, zwischen Bedachtheit und Risiko. Es ist ein fesselndes Buch, ein Buch zum Mitreisen, dass ich nicht aus der Hand legen konnte: voller Reiseabenteuer, kombiniert mit Introspektion und der Frage: Was macht den Zauber des Surfens aus? 
Der Leser erlebt die Reise und die Freundschaft aus Toms Perspektive. Ich habe mir beim Lesen gewünscht, dass Max mehr Raum für seine Sicht erhält und die Einschätzung und Einordnung der Erlebnisse stärker dem Leser überlassen wird. 
Vielleicht ja in einer Fortsetzung? In der auch die große Frage, die am Ende offen bleibt, geklärt wird.

Meine Empfehlung: Einfach lesen! Am Strand, nach dem Surfen, in der Bahn, im Flugzeug oder auf der Couch. 
Du findest Einfach Surfen bei Amazon
229 Seiten, mit Glossar rund um Surf-Vokabular
Erschienen: 2019

Das Buch ist für:
– Surfer und die, die es werden wollen
– Reiseliebhaber
– Freunde von Reisebüchern
– Reiseinspirationen für Indien, Sri Lanka, Indonesien, Australien, Singapur

Du suchst noch mehr Leseinspiration? Dann schau mal in „Reisebücher: Für das Fernweh zu Hause“ vorbei.

Die Rezension spiegelt meine Meinung wider. Der Autor hat mir das Buch kostenfrei zur Verfügung gestellt.

About the author

Anica

Hallo und willkommen auf just-not-enough-time. Ich bin Anica und teile hier meine Reiseerfahrungen und –empfehlungen.
Seit über 15 Jahren backpacke ich durch die Welt und es ist kein Ende in Sicht.
Wenn ich nicht reisen kann, dann probiere ich neue Dinge aus und schreibe darüber.

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