Baracoa Blogger-Leben Kuba

Baracoa ist zerstört.

Hilfe für Baracoa

Meine Lieblingsstadt liegt am Boden.

Vor ein paar Tagen habe ich angefangen über Baracoa zu schreiben, eine kleine gemütliche Küstenstadt im Osten Kubas, für mich die kubanischste Stadt von allen, so ganz am Ende der Insel, vielleicht auch ganz am Ende der Welt. Es ist eine der Städte, für die man ein paar Tage einplant und letztlich für Wochen hängen bleibt. Umgeben von wundervollen tropischen Wäldern, direkt am Meer, mit vielen erfrischenden Flüssen und Parks, voller Musik, Lebensfreunde und liebenswerter Menschen. Baracoa ist ein kleines Paradies – oder besser: Es war ein kleines Paradies.

Jetzt ist Hurrikan Matthew darüber hinweg gefegt und das kleine liebenswürdige Baracoa liegt in Trümmern. Freunde haben im wahrsten Sinne des Wortes das Dach über ihrem Kopf verloren, ihre Häuser sind zerstört, die Einkommensquellen versiegt. So sieht es jetzt aus:

Freunde ohne Dach über dem Kopf

Da ist z.B. Yumi, in deren Casa ich über Wochen gewohnt habe und die für mich wie eine Schwester geworden ist. Mit ihrer Mutter und den beiden Söhnen bewohnt sie ein kleines Haus, in dem sie ein Zimmer vermietet und so ihren Lebensunterhalt verdient. Jetzt ist das Dach ihres Hauses weg.

Ein anderer Freund sagt, dass sein Haus komplett weg ist. Ein dritter berichtet, dass das Haus gerade nicht bewohnbar ist. Er, 24, wohnt mit seiner Mutter in einem kleinen 1-Zimmer-Appartment, sie teilten sich dieses kleine Zimmer. Jetzt ist es unbewohnbar und sie mussten Zuflucht bei Freunden suchen.

Glück im Unglück: keiner ist verletzt. Die Regierung Kubas hat rechtzeitig alle informiert und in der Guantanamo-Region über eine Million Menschen evakuiert.

Das Bemerkenswerte: Keiner von den Freunden hat nach irgendetwas gefragt, keiner hat gejammert sondern alle haben nach vorne geblickt. Es geht jetzt um den Wiederaufbau – und das in einem Land, in dem es an allem mangelt.

So schnell wie möglich helfen

Ich möchte zusammen mit einer Freundin so schnell und unbürokratisch wie möglich helfen und deswegen haben wir entschieden, einen Spendenaufruf zu starten und etwas zurückzugeben.

Wir würden uns freuen, wenn Du uns unterstützt. Da alles schnell und unbürokratisch laufen wird, könnt ihr eure Spende ganz einfach auf mein Bankkonto überweisen. Wir werden das Geld in einen Topf werfen, fair aufteilen und direkt an die Betroffenen weiterleiten. Schreibt mir bitte eine kurze Nachricht an anica@just-not-enough-time.de , dann gebe ich euch die IBAN-Daten!
Falls ihr Fragen habt, könnt ihr euch natürlich jederzeit bei mir melden.

Teilt den Beitrag gerne! Vielen Dank für die Unterstützung und wir werden berichten, was wir erreichen konnten.

About the author

Anica

Hallo und willkommen auf just-not-enough-time. Ich bin Anica und teile hier meine Reiseerfahrungen und –empfehlungen.
Seit über 15 Jahren backpacke ich durch die Welt und es ist kein Ende in Sicht.
Wenn ich nicht reisen kann, dann probiere ich neue Dinge aus und schreibe darüber.

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